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Grenzwerte für Benzinpartikel erst ab 2018 gefordert

In einem Dilemma sehen sich deutsche Autohersteller bei den neuen EU-Partikelgrenzwerten für Benzinautos. Dank Direkteinspritzung werden gerade bei großvolumigen Fahrzeugen Spritverbrauch und CO2-Ausstoß deutlich reduziert. So erhöht sich aber auch der Anteil gesundheitsgefährdender Verbrennungspartikel. Was für Dieselrußteilchen gilt, trifft auch auf die Benzinpartikel zu: Die unsichtbaren Teilchen gelangen über die Lungenbläschen ins Blut, wo sie zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems führen können. Verhindern könnte dies, wiederum wie beim Diesel, ein spezieller Filter, so die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Dies würde allerdings nicht im Interesse von BMW, Mercedes Benz und VW liegen. Nach derzeitigem Stand veranschlagt die EU-Kommission für die Benziner-Grenzwerte, deren Höhe noch in 2011 beschlossen wird, eine Übergangsfrist von drei Jahren. Demnach sollen sie ab 2014 gelten. Die Autohersteller kämpfen mittlerweile für eine Übergangsfrist von sechs Jahren, d.h. die Einführung würde erst ab 2018 erfolgen.

 
 

Diesel-Vorteile schwinden

Durch die steigenden Dieselpreise werden Benziner immer attraktiver. Nur bei sehr hoher Fahrleistung sind die Kraftstoffkosten, höheren Kfz-Steuern und der höhere Anschaffungspreis wieder hereinzuholen. Die Reparaturkosten können mit zunehmendem Alter stärker zu Buche schlagen: Partikelfilter für Dieselmotoren altern und müssen ausgetauscht werden, weil sonst die Plakette nicht mehr gilt. Deshalb empfiehlt sich ein Austausch der Filter bei älteren Modellen. Der Staat gibt im nächsten Jahr wieder einen Zuschuss von etwa 330 € für den Wechsel alter Filter dazu. Der Verbrauch von Benzinmotoren ist deutlich zurück gegangen, ein moderner Benziner verbraucht im Schnitt fünf bis sechs Liter auf 100 Kilometer. Diesel ist im Schnitt nur noch fünf Cent günstiger, ein Diesel hat also kaum noch Vorteile an der Zapfsäule. Und ein älterer Diesel ohne grüne Plakette darf die Innenstädte einiger Metropolen wie Berlin und Hannover heute schon nicht mehr befahren, Stuttgart, München und Frankfurt/Main kommen 2012 hinzu.

 
 

Ein Drittel aller Autos mit Lichtmängel unterwegs

Rund 14,5 Millionen Fahrzeuge sind mit defektem oder falsch eingestelltem Licht unterwegs, das hat der diesjährige Lichttest ergeben, so der Zentralverband des deutschen Kraftfahrwerks (ZDK). Die Mängelquote liegt mit 34,16 % zwar mindestens 1,2 % niedriger als in den letzten zehn Jahren, gibt aber immer noch Anlass zur Sorge. Um 1,6 % haben die Mängel an den Scheinwerfern im gegenüber zum Vorjahr abgenommen.

 
 
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