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Verschmutzte Straßen: Vorsicht vor Land- und Baumaschinen


Das Auto ist gerade frisch gewaschen, da fährt man schon wieder auf eine total verschmutzte Straße zu. Was erstmal nur wie ein "dreckiges" Ärgernis klingt, kann ganz schön gefährlich werden: Autos und Motorräder könnten wegrutschen, Land- und Baumaschinen stellen häufig ein Hindernis dar.

 

Autos und Motorräder könnten wegrutschen


Wenn die Tage wärmer werden, gehören Baufahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen wieder vermehrt zum Verkehrsbild. Da diese Fahrzeuge in der Regel auch im Gelände eingesetzt werden, tragen sie mitunter Dreck und Schmutz auf die Straßen. Hindernisse, mit denen Verkehrsteilnehmer an Baustellen oder in ländlichen Gebieten immer rechnen sollten. Für Autofahrer, besonders aber für Zweiradfahrer herrscht an diesen Stellen bei nasser Witterung erhöhte Rutschgefahr, wie TÜV Rheinland berichtet. Bei trockenen Bedingungen besteht durch Klumpen oder Brocken für Motorradfahrer ein größeres Risiko zu stürzen. Sie sind nach der Winterpause im Frühling meist noch etwas untrainiert. Da kann plötzlich auftretender Schmutz während oder kurz nach einer Kurvenfahrt besonders schlimme Folgen haben. Bei Ausweichmanövern sollte keinesfalls der nachfolgenden Verkehr vergessen werden.

 

Wer trägt die Schuld?


Grundsätzlich sind die Verursacher dazu verpflichtet, die Straßen von Dreck und Schmutz zu befreien. In den seltensten Fällen geschieht das unverzüglich. Und doch ist die Haftungsfrage im Schadensfall nur sehr schwer zu beantworten. Schließlich darf laut Straßenverkehrsordnung nur so schnell gefahren werden, dass das Fahrzeug sicher zum Stehen gebracht werden kann. Rutscht ein Pkw auf verschmutzter Fahrbahn beispielsweise, ist die Frage nach der angemessenen Geschwindigkeit vorprogrammiert. Bei Lackschäden ist es auch schwer, Schadensersatz zu erhalten. Schließlich ist es nicht am Schmutz ersichtlich, wer den Unfall verursacht hat.

 

Vorsicht vor landwirtschaftlichen Fahrzeugen


Doch nicht nur Schmutz auf der Fahrbahn, sondern auch die Fahrzeuge, die ihn produzieren, können zum plötzlichen Verkehrshindernis werden. Besonders wenn die Beleuchtung durch den Einsatz im Gelände verschmiert ist, sind die Fahrzeuge in den Abendstunden und der Dämmerung erst spät zu erkennen und häufig langsam unterwegs. Auch bei guter Sicht ist Vorsicht geboten. Beim Überholen sollten mögliche Überbreite und abspritzender Dreck immer mit einkalkuliert werden.

 

 

Textquelle: © Manuel Montefalcone, Redaktion Freie Werkstatt (mit Material von TÜV Rheinland)
Bildquellen: © Tama66, Pixabay (Header-Bild); MichaelGaida, Pixabay (Fließtext-Bild)