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Unfall im Ausland: Das solltest du wissen


Sommer, Sonne, Urlaubsstimmung – und plötzlich kracht es. Ein Verkehrsunfall im Urlaub kann ebenso passieren wie daheim. Doch wie verhält man sich in der Situation im Ausland richtig?

 

Das solltest du bei einem Unfall im Ausland beachten


Einen Rat haben alle Experten für Autofahrer parat, die im Ausland in einen Verkehrsunfall verwickelt werden: Ruhe bewahren. Das kann im Zweifel jedoch leichter gesagt als getan sein, wenn etwa ein aufgeregter oder gegebenenfalls sogar erboster Unfallgegner in einer fremden Sprache auf dich einredet und du selbst wenig bis gar nichts verstehst.

Wie hierzulande gehört es auch bei einem Verkehrsunfall im Ausland zu den ersten Pflichten eines Autofahrers, den Unfallort zu sichern. Dabei solltest du vor dem Aussteigen zunächst die gelbe Warnweste anlegen. Sie zu tragen, ist in den meisten Ländern Europas inzwischen vorgeschrieben. Dann solltest du den Unfall protokollieren, am besten mit aussagefähigen Fotos. Die für eine problemlose Schadensregulierung wichtigen Informationen werden alle in dem europäischen Unfallbericht abgefragt, den du bei deinem Versicher erhältst. Wichtig: In Frankreich oder den Beneluxstaaten habe dieser Bericht eine ungleich größere Bedeutung als in Deutschland, warnt die HUK-COBURG. Denn dort wird der Inhalt des Berichts mit der Unterschrift unwiderruflich anerkannt.

Ebenfalls wichtig zu wissen bei einem Unfall im Ausland: Es gilt nationales Recht. Dies bedeutet, dass die Deckungssummen und die Kosten, die geltend zu machen sind, erheblich niedriger sein können als in Deutschland. Da kann sich – bei Mietwagen – eine sogenannte Mallorca-Police als sehr nützlich erweisen, die eine Erweiterung der Haftpflichtversicherung auf im europäischen Ausland angemietete Pkw ermöglicht.

Grundsätzlich empfehlen alle Experten, bei einem Unfall im Ausland die Polizei hinzuzuziehen und sich von den Beamten eine Kopie ihres Unfallprotokolls aushändigen zu lassen. Eine wesentliche Erleichterung der Abwicklung von Unfallfolgen durch die jeweiligen Versicherungen bedeuten deren ausländische Regulierungsbeauftragte. Jede europäische Versicherung verfügt über solche Repräsentanten in jedem Mitgliedsland der Gemeinschaft. Sie helfen bei der Regulierung von Unfallschäden in deutscher Sprache. Außerdem stehen die Deutschen Autoversicherer über den kostenlosen Zentralruf (0800 25 02 600) ihren Kunden im Fall der Fälle zur Seite.

 

 

Textquelle: © Manuel Montefalcone, Redaktion Freie Werkstatt (mit Material von Goslar Institut)
Bildquellen: © ArtisticOperations, Pixabay (Header-Bild); PublicDomainPictures, Pixabay (Fließtext-Bild)