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Fahren bei Nebel: Was kann ich alles falsch machen?


Plötzlich auftretender Nebel ist der größte Albtraum vieler Autofahrer. Kein Wunder: Nicht selten kommt es zu schweren Unfällen, die auch tödlich enden. Denn es gibt vieles, was man falsch machen kann. Wir sagen dir deshalb heute, wie du dich als Autofahrer bei Nebel richtig verhalten solltest.

 

Was Autofahrer bei Nebel beachten sollten


Viele Autofahrer verlassen sich auch in der dunklen Jahreszeit auf die Lichtautomatik, die das Abblendlicht selbstständig aktiviert. Aber: gerade Nebel und diesiges Wetter kann der Lichtsensor nicht erkennen. Schlechte Sicht und schlechte Sichtbarkeit können jedoch zu Unfällen führen. Auch auf das Tagfahrlicht sollten sich Autofahrer bei schlechter Sicht nicht verlassen, da hierbei nur die Leuchten vorne aktiviert werden, die Rückleuchten in der Regel dunkel bleiben. Wichtig ist daher laut ADAC, das Abblendlicht frühzeitig manuell anzuschalten, um die eigene Sicht zu verbessern
Grundsätzlich gilt bei eingeschränkter Sicht: langsam und vorausschauend fahren und jederzeit bremsbereit sein. Bei Sichtweiten unter 50 Metern erlaubt der Gesetzgeber eine Maximalgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Die meisten modernen Autos besitzen neben Nebelschlussleuchten auch vorne Nebelscheinwerfer. Sie streuen das Licht flach über die Straße und helfen das Straßenbild besser zu überblicken, da der Nebel im Sichtfeld des Fahrers weniger angestrahlt wird.
Wenn die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen erheblich reduziert ist, dann können die Nebelscheinwerfer helfen. Sobald sich die Sichtverhältnisse aber bessern, müssen die Nebelscheinwerfer wieder ausgeschaltet werden. Die Nebelschlussleuchte wiederum darf inner- wie außerorts nur bei einer Sichtweite unter 50 Metern eingeschaltet werden. Wird die Leuchte bei besserer Sicht eingesetzt, verkehrt sich der Effekt ins Gegenteil und der nachfolgende Verkehr wird geblendet. Wer eine Nebelschlussleuchte missbräuchlich verwendet, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Verwarnungsgeld von 20 Euro rechnen. Werden dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder kommt es zu einem Unfall, liegt das Verwarnungsgeld bei 25 bzw. 35 Euro.

Vier wichtige Tipps und Regeln, die Autofahrer zum Thema „Nebel“ wissen sollten, zusammengefasst:

  1. Rechne vor allem morgens und abends mit einer plötzlichen Nebelwand. Außerdem sind ländliche Regionen häufiger von Nebel betroffen.
  2. Verlasse dich bei Nebel nicht auf die Lichtautomatik deines Autos. Tagfahrlicht reicht nicht aus – schalte unbedingt das Abblendlicht ein. Verzichte auf Fernlicht und nutze dafür das Nebellicht. Die Nebelschlussleuchte darfst du nur einschalten, wenn die Sicht unter 50 Meter fällt. Dann gilt aber auch: maximal 50 km/h fahren.
  3. Denke an deine Scheibenwischer: Nebel besteht aus Wasser und die Tropfen setzen sich auf den Scheiben deines Autos ab. Mit eingeschaltetem Scheibenwischer behältst du ein klare Sicht auch bei Nebel.
  4. Halte genügend Abstand und passe deine Geschwindigkeit an. Hier gibt es eine einfache und wichtige Faustregel: Fahre so schnell, wie du sehen kannst. Kannst du nur etwa 70 Meter weit sehen, solltest du nicht mehr als 70 km/h schnell fahren. Orientierungspunkte können hier die Leitpfosten am Straßenrand sein, die immer im 50-Meter-Abstand aufgestellt werden.

 

 

Textquelle: © Manuel Montefalcone, Redaktion Freie Werkstatt (mit Material von ADAC)
Bildquellen: © cocoparisienne, Pixabay (Header-Bild); JayMantri, Pixabay (Fließtext-Bild)