1. Skip to Menu
  2. Skip to Content
  3. Skip to Footer

 

X

 

X

 

Für weniger Unfälle: Wie geht mehr Rücksicht im Straßenverkehr?


In den letzten Wochen beklagen sich viele Verkehrsteilnehmer über einen rauen, aggressiven Umgang im Straßenverkehr. Da jeder einzelne Verkehrsteilnehmer die Atmosphäre und den Umgang auf der Straße aktiv mitgestaltet, ist jeder potenziell Teil des Problems – und Teil der Lösung. Somit geht mehr Rücksicht im Straßenverkehr eigentlich ganz einfach.

 

Eine bessere Atmosphäre im Straßenverkehr startet bei einem selbst


Die Straßenverkehrsordnung regelt in § 1: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“ Diese Grundregel fristet im Gedächtnis vieler Menschen leider ein Schattendasein, wie die „Deutsche Verkehrswacht (DVW)“, eine der ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands, feststellt. Egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto – das Verkehrsaufkommen wächst stetig, Straßen sind nicht nur zu Stoßzeiten voll; die Zahl der Unfälle war 2016 auf einem Rekordhoch. Viele Verkehrsteilnehmer sind ungeduldig oder unaufmerksam, aus welchem Grund auch immer, sie missachten wichtige Verkehrsregeln, die nichts anderes sind als Umgangsformen. In der wachsenden Anspannung geraten sie auch aneinander, denn manchmal erscheinen die eigenen Bedürfnisse und das eigene ungehinderte Fortkommen wichtiger als das der anderen.
Prof. Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a. D.: „In einem sicheren Straßenverkehr hat Egoismus keinen Platz. Alle stehen in der Verantwortung, niemanden unnötig zu gefährden oder zu belästigen. Verkehrsregeln sind Benimm-Regeln, und gutes Benehmen scheint auf der Straße aus der Mode zu kommen.“
Besonders Radfahrer und Autofahrer geraten häufig in Konflikt. Sie müssen sich oft den Platz auf der Straße unmittelbar teilen, wobei Autos der Sache nach wesentlich mehr Platz brauchen und diesen den Radfahrern „wegnehmen“, genauso ihre ungehinderte rasche Fortbewegungsmöglichkeit. Diese holen sich Radfahrer dadurch zurück, dass sie sich an Autos vorbeischlängeln – in durchaus riskanten Manövern. Spannungen, nicht selten Beschimpfungen und Nötigungen sind die Folge.
Zu Missverständnissen und gefährlichen Situationen kommt es häufig auch dort, wo sich die Wege von Auto- und Fahrradfahrern schneiden, unter anderem bei Ausfahrten und in Abbiegesituationen. Die Radfahrer sind hier bei einer Kollision gefährdet, denn im Gegensatz zum Autofahrer sind sie ungeschützt. Differenzen, die entstehen, weil ein Autofahrer beispielsweise hektisch abbiegt ohne den umliegenden Verkehr im Blick zu haben oder ein Radfahrer bei roter Ampel über die Kreuzung fährt, sind vermeidbar. Mit etwas mehr Gelassenheit aller Beteiligten können Unfälle verhindert werden.
Bodewig: „Um das Konfliktpotential und auch das Unfallrisiko zu senken, muss auf der Straße ein Miteinander herrschen und kein Gegeneinander. Die Frage lautet darum nicht, was der andere tun muss, damit ich bequem ankomme, sondern was jeder tun kann, dass alle sicherer unterwegs sind. Dafür muss sich jeder auch mal zurücknehmen können.“

 

 

Textquelle: © Manuel Montefalcone, Redaktion Freie Werkstatt; mit Material von Deutsche Verkehrswacht
Bildquellen: © tomgirlby, Pixabay (Header-Bild); cristouclap, Pixabay (Fließtext-Bild)

Aktuelle Ausgaben (NEWS)

FREIE WERKSTATT…

Technik-Tipp…

Author: FREIE WERKSTATT Category: Aktuelle Ausgaben Date:: 06-12-2012

Technik-Tipp Hits: 55227

Ausgabe 3-2019 erschien am 15.03.2019als…

Read more: Technik-Tipp&he...

Verkehrsblatt…

Author: FREIE WERKSTATT Category: Aktuelle Ausgaben Date:: 03-02-2013

Verkehrsblatt - Technische Mitteilungen

Read more: Verkehrsblatt&h...

Termine

Letzter Monat Februar 2020 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 5 1 2
week 6 3 4 5 6 7 8 9
week 7 10 11 12 13 14 15 16
week 8 17 18 19 20 21 22 23
week 9 24 25 26 27 28 29

weitere Meldungen

Warum pendeln so viele Deutsche mit dem Auto?

Warum pendeln so viele Deutsche mit dem Auto?

Pendler mit dem Auto nehmen häufig auch längere Fahrten auf sich, um die Distanz zwischen Wohnort und Arbeitsstätte zu überwinden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des ADAC unter Auto-Pendlern, die sich mit Fragen der Dimension und Akzeptanz des Pendelns sowie mit Ursachen für und Alternativen zum Pkw-Pendeln auseinandersetzt.

Weiterlesen: Warum pendeln so...

Auf Motorrad, E-Scooter und Fahrrad: Wie kann ich im Dunkeln besser erkannt werden?

Auf Motorrad, E-Scooter und Fahrrad: Wie kann ich im Dunkeln besser erkannt werden?

Sehen und gesehen werden – so muss in der dunklen Jahreszeit die Devise aller Verkehrsteilnehmer lauten. Dabei sollten nicht nur Autofahrer daran denken, dass es schon am Nachmittag erforderlich sein kann, das Abblendlicht einzuschalten. Auch „schwächere“ Verkehrsteilnehmer wie Motorradfahrer, E-Scooter-Fahrer und Fahrradfahrer sollten daran denken, dass sie bereits in den frühen Abendstunden schnell übersehen werden könnten.

Weiterlesen: Auf Motorrad,...

Elektronik-Service: Was muss ich über die Elektronik in meinem Auto wissen?

Elektronik-Service: Was muss ich über die Elektronik in meinem Auto wissen?

Autos und Elektronik – mittlerweile zwei unzertrennliche Dinge. Die Batterie ist das wichtigste elektronische Bauteile eines Autos und versorgt allerlei elektronische Vorrichtungen und Systeme. Die einen sind wichtig für unsere Sicherheit, die anderen sorgen für unseren Komfort. Doch wo viele verschiedene Komponenten sind, gibt es irgendwann auch Bedarf an Reparaturen und Service. Deswegen bieten wir dir gerne unseren Elektronik-Service an.

Weiterlesen: Elektronik-Service:...

Was muss ich wissen, wenn ich mein Auto tieferlegen lassen will?

Was muss ich wissen, wenn ich mein Auto tieferlegen lassen will?

Tieferlegungen oder auch die Erhöhung des Fahrzeugaufbaus, etwa bei Geländewagen, sind mit die häufigsten am Serienfahrzeug vorgenommenen Änderungen. Doch auch für „höher“ oder „tiefer“ gelten klare Vorschriften, die Autofahrer und Tuning-Fans unbedingt kennen sollten.

Weiterlesen: Was muss ich...

Was macht ein Fahrzeug eigentlich zum echten Traumauto?

Was macht ein Fahrzeug eigentlich zum echten Traumauto?

Was macht ein Fahrzeug zum echten Traumauto? Diese Frage beantworteten die deutschen Autofahrer im Rahmen einer aktuellen repräsentativen forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt. Mit 83 Prozent ganz vorne bei den unbedingten Wunscheigenschaften: eine umfassende Sicherheitsausstattung, gefolgt von einer hohen Umweltverträglichkeit des Autos (66 Prozent). Eine weniger wichtige Rolle spielen hingegen Innenausstattung, Design und Motorleistung.

Weiterlesen: Was macht ein...

Fahrzeug-Leasing: Was muss ich wissen?

Fahrzeug-Leasing: Was muss ich wissen?

„Leasen“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „mieten“ – das beschreibt ziemlich genau, worum es bei der Möglichkeiten der Fahrzeugbeschaffung geht. Doch Leasing ist nicht gleich Leasing; es gibt diverse Leasing-Formen und einige Vor- und Nachteile, die beachtet werden sollten.

 

Weiterlesen: Fahrzeug-Leasing:...

Welche Folgen hat ein zu niedriger Reifendruck?

Welche Folgen hat ein zu niedriger Reifendruck?

Deutschlands Autofahrer bringen sich unnötig in Lebensgefahr, weil sie dem Reifendruck zu wenig Beachtung schenken. Weit über die Hälfte der Fahrzeuge ist nach Experteneinschätzung mit zu geringem Reifendruck unterwegs, Frauen und Jüngere vor allem kontrollieren selten. Warum zu niedriger Reifendruck oft verheerende Folgen hat, erfährst du in diesem Beitrag.

Weiterlesen: Welche Folgen hat...

Was sollten Autofahrer UND Fußgänger im Dunkeln beachten?

Was sollten Autofahrer UND Fußgänger im Dunkeln beachten?

Besonders Fußgänger sind bei Dunkelheit im Straßenverkehr gefährdet: Neun von zehn Pkw-Fahrern geben laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) nach einem Unfall an, den Fußgänger nicht gesehen zu haben. Bei Tage trifft das nur auf einen von zehn zu. Dabei ist es so einfach, mit reflektierender und heller Kleidung für mehr Sichtbarkeit zu sorgen und Leben zu schützen.

Weiterlesen: Was sollten...

Was bringt ein Sprachassistent im Auto?

Was bringt ein Sprachassistent im Auto?

Nahezu jeder Autofahrer möchte in den nächsten drei Jahren einen Sprachassistenten verwenden. Allerdings müssen die Automobilunternehmen die Nutzerfreundlichkeit verbessern, um die Erwartungen der Verbraucher besser zu erfüllen. Dies geht aus der neuen Studie des Capgemini Research Institute „Voice on the Go: How can Auto Manufacturers provide a superior in-car Voice Experience?“ hervor.

Weiterlesen: Was bringt ein...

Skier & co.: Wie sichere ich Wintergepäck richtig im Auto?

Skier & co.: Wie sichere ich Wintergepäck richtig im Auto?

Bei einem Unfall im Skiurlaub kann Wintergepäck schnell gefährlich werden: Ski bohren sich in Rückenlehnen, Skistiefel treffen Köpfe, Insassen werden schwer verletzt. Denn ein ungesicherter Koffer, der ca. 20 Kilogramm wiegt, trifft bei einem Crash mit Tempo 50 mit einer Wucht von bis zu einer Tonne auf.

Weiterlesen: Skier & co.: Wie...

Weitere Aktuelle Meldungen

Warum sind Inspektionen und Wartungen in der Kfz-Werkstatt so wichtig?

Warum sind Inspektionen und Wartungen in der Kfz-Werkstatt so wichtig?

Wer sein Auto regelmäßig vom Fachmann auf Mängel überprüfen lässt, braucht weder die gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung noch seine Sicherheit auf der Straße fürchten. Inspektion und Wartung bei uns sind genau der richtige Weg, um dein Auto immer top in Schuss zu halten.

Werkstattportal Drivelog startet neu

Werkstattportal Drivelog startet neu

ADDED VALUE Unlimited, die die ehemalige Boschmarke Drivelog übernommen haben, gehen neue Wege über die Plattform. Das neue Drivelog setzt auf Preistransparenz und durchgängige Verfügbarkeit. Werkstätten erhalten in Erstausrüstungsqualität benötigte Kfz-Ersatzteile und Zubehör so immer termingerecht und zu tagesaktuellen Bestkonditionen. Bei Bestellung stehen dafür vier Lieferfenster bereit: Eine längere Lieferzeit mit Sondernachlass oder Sofortlieferung mit versandzeitorientierten Tarifen. Wahlweise geliefert wird damit am selben Tag, am darauffolgenden, in 1-2 oder 2-4 Werktagen. Alle üblichen Ersatzteile sind über alle Zeitfenster hinweg jederzeit verfügbar. Um eine einfache Abwicklung zu gewähren, setzt Drivelog bei der Zahlungsabwicklung auf Sammelrechnung und Lastschriftverfahren.

Die Registrierung und Nutzung sind zur Markteinführung kostenlos. Weitere Informationen zum neuen Exklusiv-Angebot für Werkstätten unter https://www.drivelog.de/

Mittelfristig will sich Drivelog zur zentralen Werkstätten-Plattform rund um Teilebeschaffung, Teileidentifikation und Werkstattsoftware entwickeln. Vor diesem Hintergrund werden zeitnah weitere Module für Workflow und Marketing freigeschaltet, wie beispielsweise die Gestaltung einer eigenen Webseite.

Bildquelle: Drivelog

Sicher durch die Silvesternacht: Was sollten Autofahrer beachten?

Sicher durch die Silvesternacht: Was sollten Autofahrer beachten?

Sie heißen Moonraker, Electrum Vulcan oder Funtastic Rockets: In Deutschland wird das neue Jahr traditionell mit Leuchtfeuerwerk, Böllern und Raketen begrüßt. Dieser Brauch wurzelt in der vorchristlichen Tradition, an Silvester durch Lärm „böse Geister“ zu vertreiben. So schön die Silvesternacht auch werden mag – Autofahrer und -halter sollten bestimmte Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Für weniger Unfälle: Wie geht mehr Rücksicht im Straßenverkehr?

Für weniger Unfälle: Wie geht mehr Rücksicht im Straßenverkehr?

In den letzten Wochen beklagen sich viele Verkehrsteilnehmer über einen rauen, aggressiven Umgang im Straßenverkehr. Da jeder einzelne Verkehrsteilnehmer die Atmosphäre und den Umgang auf der Straße aktiv mitgestaltet, ist jeder potenziell Teil des Problems – und Teil der Lösung. Somit geht mehr Rücksicht im Straßenverkehr eigentlich ganz einfach.

Studie: Lassen Bußgelder Temposünder wirklich nachhaltig langsamer fahren?

Studie: Lassen Bußgelder Temposünder wirklich nachhaltig langsamer fahren?

Strafzettel für Geschwindigkeitsüberschreitungen haben eine starke, unmittelbare und sehr anhaltende Wirkung. Wie eine Studie der Hertie School in Berlin und der Karlsuniversität in Prag zeigt, halten sich Temposünder, die mit einem Bußgeld belegt werden, anschließend in vier von fünf Fahrten an die Geschwindigkeitsbegrenzung.

Kein Tempolimit – warum ist trotzdem eine Strafe wegen überhöhter Geschwindigkeit möglich?

Kein Tempolimit – warum ist trotzdem eine Strafe wegen überhöhter Geschwindigkeit möglich?

Deutschland ist auf der ganzen Welt für seine Autobahn bekannt. Dabei glauben viele Ausländer, dass wir auf der Autobahn so schnell fahren können, wie es das Auto zulässt. Doch in der Realität ist dem überhaupt nicht so. Denn das nicht vorhandene Tempolimit ist noch lange keine Lizenz zum Schnellfahren. Was viele nicht wissen: Auch, wenn es kein Tempolimit gibt, droht ein Bußgeld, wenn schneller als 130 km/h Richtgeschwindigkeit gefahren wird, obwohl die aktuellen Wetter- und Straßenbedingungen dies eigentlich nicht zulassen.

ZKF informiert: WLTP-Nachweis im Einzelgenehmigungsverfahren

ZKF informiert: WLTP-Nachweis im Einzelgenehmigungsverfahren

Es fehlt derzeit eine einheitliche Rechtsauslegung.in der Frage des WLTP-Nachweises für vervollständigte Fahrzeuge, deren Basis nach WLTP homologiert wurden und die vom Fahrzeughersteller festgelegten Grenzen der maximalen Masse oder Stirnfläche überschreiten. Für diese Fahrzeuge kann mit den Berechnungstools der Hersteller kein CO2-Nachweis erstellt werden, weshalb eine Zulassung von den Behörden verweigert werden kann. Vor diesem Hintergrund sind zukünftig Probleme bei der Erstzulassung von Fahrzeugen in Verbindung mit dem dafür notwendigen Abgasnachweis zu befürchten.

Der ZKF hält es zur Wahrung der Rechtssicherheit für unbedingt notwendig, dass in Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium und allen Bundesländern eine sachgerechte Lösung in dieser WLTP-Problematik erreicht werden muss. Eine in den Bundesländern einheitlich angewandte Verfahrensweise ist erforderlich, damit keine Wettbewerbsverzerrung innerhalb der Bundesrepublik entsteht und ein „Zulassungstourismus“ vermieden wird. Um eine möglichst bundeseinheitliche Regelung zu finden, ist der ZKF - in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Metall - derzeit mit den Ministerien und den Prüfgesellschaften im Gespräch. Beide Verbände vertreten bundesweit über 800 Unternehmen des herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbaus.

Zu einer weiteren Gesprächsrunde hat der ZKF die europäischen Transporter-Hersteller, Prüfgesellschaften und Verbände der Branche zum „2. Erfahrungsaustausch WLTP“ nach Friedberg eingeladen, um über den aktuellen Stand der WLTP-Berechnungstools und die weitere Entwicklung zu beraten. Die große Beteiligung hat gezeigt, wie wichtig und dringend die Thematik WLTP für die Branche ist und dass der ZKF mit dieser Veranstaltung eine Plattform für einen konstruktiven Austausch schaffen konnte.

Fakt ist: Jeder Fahrzeughersteller wird zum Stichtag 1.9.2019 ein Online-Berechnungstool zur Bestimmung des CO2-Wertes nach Vervollständigung von Basisfahrzeugen zur Verfügung haben.

Die Aufbauhersteller müssen jedoch davon ausgehen, dass zukünftig nicht mehr jeder Umbau oder jede Art von Aufbau die vorgegebenen Grenzwerte für Masse und Stirnfläche erfüllen kann. Diese Grenzwerte sind je nach Hersteller und Modell unterschiedlich, weshalb die Vorgaben rechtzeitig beachtet werden müssen.

Grundsätzliche Ausnahmen können die Fahrzeughersteller nicht machen, weil die Fahrzeuge zukünftig dem ISC-Monitoring unterliegen, das die Übereinstimmung der Emissionen von in Betrieb befindlichen Fahrzeugen überwacht. Werden die Schadstoffwerte im Falle einer RDE-Überprüfung überschritten, drohen den Fahrzeugherstellern empfindliche Strafzahlungen. Nach europäischer Gesetzgebung werden lediglich Fahrzeuge, die nach Erstzulassung verändert wurden, von diesem Monitoring ausgenommen.

Derzeit ist die Bestimmung des CO2-Wertes mit Hilfe der Berechnungstools nur für vervollständigte Basisfahrzeuge mit Euro 6 Motoren erforderlich, die unter dem Prüfzyklus WLTP fallen. Die Emissionswerte von Motoren größerer Fahrzeuge, die der Schadstoffklasse Euro VI unterliegen, werden auf dem Motorenprüfstand ermittelt und können für vervollständigte Fahrzeuge übernommen werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass zukünftig für sämtliche Fahrzeuge nach Aufbaumontage ein CO2-Nachweis erbracht werden muss. Die EU arbeitet bereits an Vorschriften für die CO2 -Zertifizierung von Lkw und deren Aufbauten, Bussen und Anhängern.

Der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik sowie der Bundesverband Metall setzen sich auch weiterhin für praktikable Zulassungsbedingungen der Fahrzeuge ihrer Aufbauhersteller- Mitglieder im Rahmen der neuesten WLTP-Regelungen ein und werden über neue Ergebnisse kurzfristig berichten. Veröffentlichungen, die bereits zum heutigen Stand eine bundeseinheitliche Vorgehensweise vorgeben, sind kritisch zu bewerten.

HELLA liefert Licht- und Elektronikprodukte für den e.GO Life

HELLA liefert Licht- und Elektronikprodukte für den e.GO Life

Der Automobilzulieferer HELLA hat verschiedene Licht- und Elektronikprodukte im neuen e.GO Life integriert, darunter Produkte, welche die Bremsfunktion unterstützen und zum spezifischen Erscheinungsbild beitragen. Das Fahrzeug ist seit Mitte des Jahres auf der Straße und ist das erste Elektroauto des Aachener Elektroautounternehmens e.GO Mobile. Gemeinsam mit e.GO Mobile entwickelte HELLA das Scheinwerferkonzept. Im Fokus dabei stand, das Fahrzeug über die Scheinwerfer zu differenzieren. „Das Fahrzeug sollte ein freundliches Gesicht bekommen, was wir mit runden LED-Hauptscheinwerfern umsetzten, die auch in einer Halogenvariante verfügbar sind. Darüber hinaus haben wir das Standarddesign grundlegend verändert, da die Scheinwerfer aus Sicht des Firmengründers eine Hommage an den Porsche 911er sein sollten“, sagt Michael Bock, Vertriebsleiter im Bereich Special Applications bei HELLA. Gegen Aufpreis wertet Bi-LED-Lichttechnik, bei der ein einziges Projektionsmodul mit einer LED-Lichtquelle das Abblend- und Fernlicht realisiert, das System nochmals auf. Neben der Scheinwerfertechnologie liefert HELLA für den e.GO Life noch weitere Lichtprodukte, etwa Nebelscheinwerfer, Rückstrahler aus der modularen Leuchten-Baureihe Shapeline, die dritte hochgesetzte Bremsleuchte, die Nebelschluss- und Rückfahrleuchte sowie eine Leseleuchte für den Innenraum. Auch aus dem Elektronikbereich haben verschiedene HELLA Produkte in das Fahrzeug Einzug gehalten, darunter Regenlichtsensoren und die Signalhupe. Als Highlight hat HELLA die neue Generation der elektrischen Vakuumpumpe (UP5) für die Bremsfunktion integriert. „Da in E-Fahrzeugen kein Verbrennungsmotor vorhanden ist, kommt eine elektrische Pumpe zum Einsatz, um den nötigen Unterdruck für das pneumatische Bremskraftverstärkungssystem zu erzeugen“, erklärt Bock. Die Steuerung der elektrischen Vakuumpumpe erfolgt über einen integrierten Drucksensor, der bei Erreichen festgelegter Schaltschwellen die Pumpe ein- bzw. ausschaltet. HELLA und e.GO setzen die Zusammenarbeit weiter fort. Mitte 2020 soll die Serienproduktion des Elektrobusses „e.GO Mover“ starten. Geplant sind zwei Varianten, eine mit Fahrerassistenzsystemen und als höchste Ausbaustufe ein vollautonom fahrender Minibus. Auch hierfür wird HELLA dann Licht- und Elektronikprodukte liefern.

Über HELLA GmbH & Co. KGaA, Lippstadt: HELLA ist ein börsennotiertes, global aufgestelltes Familienunternehmen mit über 125 Standorten in rund 35 Ländern. Mit einem Umsatz von 7,0 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2018/2019 sowie 39.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt HELLA zu den führenden Automobilzulieferern. Spezialisiert auf innovative Lichtsysteme und Fahrzeugelektronik ist HELLA seit mehr als hundert Jahren ein wichtiger Partner der Automobilindustrie sowie des Aftermarket. Darüber hinaus entwickelt, fertigt und vertreibt HELLA im Segment Special Applications Licht- und Elektronikprodukte für Spezialfahrzeuge.

 

Foto: e.GO Mobile AG

Lange lebe der Dieselantrieb

Lange lebe der Dieselantrieb

Auf dem 8. VMF-Branchenforum in München Ende 2019 erläuterte Dr. Stefan Bareiss von der Pkw-Systementwicklung der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, in seinem Vortrag „Technologieoffene Lösungsansätze für die Mobilität der Zukunft“. Bosch erwartet, dass selbst 2030 noch rund drei Viertel der weltweit produzierten Pkw einen Verbrennungsmotor haben werden. Mit Blick auf die CO2-Ziele braucht es daher effiziente technische Lösungen für Neufahrzeuge. Für die Bestandsfahrzeuge könnten CO2-neutrale synthetische Kraftstoffe und fortschrittliche Biokraftstoffe eine sofortige positive Wirkung im CO2 zeigen. Vor diesem Hintergrund werden moderne Dieselantriebe weiterhin als wichtiger Bestandteil für den Antriebsmix der Zukunft gesehen. Im Vergleich zu einem Benzinfahrzeug gleicher Klasse und Leistung stößt ein effizienter Dieselantrieb weiterhin rund 15 % weniger CO2 aus; zudem hat er geringere Anschaffungs- und Unterhaltskosten.

Mit seinem Vortrag „Zwischen Klimapaket und Dieselfahrverbot – Aktuelle politische Entwicklungen im Verkehrssektor“, zeigte Christian Schlenk, Political Affairs and Government Relations, der Robert Bosch GmbH, Berlin, den Status quo der beiden vordergründig getrennten Themenbereiche „Klimaschutz“ und „Luftqualität in Städten“ auf. In Folge des Pariser Klimaabkommens muss der CO2-Ausstoß bis 2050 im Verkehrssektor auf Netto-Null abgesenkt werden.

Die Bundesregierung plant, als Regulierungsmaßnahme bis 2025 einen nationalen CO2-Zertifikathandel mit Fixpreisen einzuführen, der sich indirekt ab 2021 auch auf die Spritpreise auswirken wird. Die Kfz-Steuer bei Neuwagen wird sich dadurch ebenfalls erhöhen, da sie sich am CO2-Ausstoß bemisst. Die Lenkungswirkung beim Verbraucher sieht Bosch allerdings als gering an und befürwortet eine technologieoffene Herangehensweise: batterieelektrische Lösungen neben effizienten Verbrennungsmotoren, Brennstoffzellenantriebe sowie treibhausgasreduzierenden Kraftstoffen.

Für den VMF hat die Initiative von Bosch Vorbildcharakter: gemeinsame Projekte mit Kommunen und Firmen tragen zur Verbesserung der Luftqualität bei, um großflächige Dieselfahrverbote zu vermeiden. Die Verstetigung des Verkehrs durch Verkehrsoptimierungen, welche unnötige Anfahr- und Bremsvorgänge maßgeblich verringern, die den meisten Stickstoffdioxid-Ausstoß (NO2) verursachen, ist eine der konkreten Maßnahmen.

PR-Arbeit tut not

PR-Arbeit tut not

„Die Freien bekommen keine Daten“ Zack, das ist das Fazit eines Autofahrers, der im Gespräch diesen Satz äußerte, da er über die Medien von dem EuGH-Urteil gehört hat. Das ist echt ein Schlag ins Gesicht für uns, die im Freien Reparaturmarkt seit Jahren intensiv am Image arbeiten und jeden Tag aufs Neue für die Freigabe der Fahrzeugdaten kämpfen und viele Millionen in die Beschaffung und Aufarbeitung stecken. Für die kommende Ausgabe haben wir bereits Interviews angefragt und haben auch seit gestern unseren Presse-Notiz zum EuGH-Urteil vom 19. September 2019 bundesweit an die Redaktionen Tages- und Wirtschaftspresse gesendet. Sie können auch Ihrer Tageszeitung oder Ihrem Wochenblatt die Pressenotiz weiterleiten. Unter https://www.misteratz.de/leistungen/presse-notiz/ steht sie zum Download bereit. Lassen Sie uns gemeinsam aufklären und gegen die Verunsicherung der Autofahrer aufgrund des Urteils kämpfen. Wir im freien Reparaturmarkt wissen, dass wir Zugriff auf die Fahrzeugdaten haben.

 

Wie teuer war Tanken 2019 – und wie tanke ich günstig?

Wie teuer war Tanken 2019 – und wie tanke ich günstig?

Nachdem die Kraftstoffpreise 2018 deutlich gestiegen waren, konnten sich Autofahrer im vergangenen Jahr zumindest über eine leichte Entlastung freuen. Doch was sollte man beachten, welche Tricks sollte man kennen, um auch in Zukunft günstig tanken zu können?

Elektronik-Service: Was muss ich über die Elektronik in meinem Auto wissen?

Elektronik-Service: Was muss ich über die Elektronik in meinem Auto wissen?

Autos und Elektronik – mittlerweile zwei unzertrennliche Dinge. Die Batterie ist das wichtigste elektronische Bauteile eines Autos und versorgt allerlei elektronische Vorrichtungen und Systeme. Die einen sind wichtig für unsere Sicherheit, die anderen sorgen für unseren Komfort. Doch wo viele verschiedene Komponenten sind, gibt es irgendwann auch Bedarf an Reparaturen und Service. Deswegen bieten wir dir gerne unseren Elektronik-Service an.

Wo standen Deutschlands Autofahrer 2019 am längsten im Stau?

Wo standen Deutschlands Autofahrer 2019 am längsten im Stau?

Wer im vergangenen Jahr auf Deutschlands Autobahnen unterwegs war, musste im Vergleich zum Vorjahr noch mehr Geduld aufbringen: Zwar nahm sowohl die Zahl der gemeldeten Staus (rund 708.500) als auch deren Gesamtlänge (rund 1.423.000 Kilometer) gegenüber 2018 um 5 Prozent beziehungsweise 7 Prozent ab, dafür mussten die Autofahrer aber deutlich länger im Stillstand ausharren. Die Gesamtdauer der gemeldeten Staus stieg 2019 um knapp 14 Prozent auf 521.000 Stunden. Das ergab die Auswertung der ADAC Staudatenbank.

Was kann ich gegen einen Kaltstart im Winter tun?

Was kann ich gegen einen Kaltstart im Winter tun?

Der Winter ist da. Und mit ihm auch die Startschwierigkeiten für alle Freiluftparker. Vor allem ältere PKW haben Probleme bei kalten Temperaturen. Woran liegt das eigentlich und was kann man tun, um einen Kaltstart zu vermeiden?

 

Welche Ablenkungen führen am häufigsten zu Autounfällen?

Welche Ablenkungen führen am häufigsten zu Autounfällen?

Im Straßenverkehr gibt es viele Gefahrenquellen. Alkohol, Drogen, Müdigkeit und zu schnelles Fahren – das sind Unfallursachen, die in der öffentlichen Wahrnehmung überwiegen. Eine zentrale Gefahr wird dabei sehr häufig unterschätzt: die Ablenkung. Das bestätigen aktuelle Daten erneut: Auf Deutschlands Straßen verursacht Ablenkung jeden zehnten Unfall oder führt zu einer gefährlichen Situation. Damit stellt die Ablenkung statistisch gesehen eine ebenso große Gefahr dar wie zu schnelles Fahren. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts infas quo im Auftrag der DA Direkt Versicherung.