Es wird wieder dunkler: Wie können Autofahrer ihr Licht überprüfen?

  • Drucken

 

Es wird wieder dunkler: Wie können Autofahrer ihr Licht überprüfen?


Die richtige Beleuchtung am Fahrzeug ist in der dunklen Jahreszeit das A und O für Verkehrssicherheit. Das Beleuchtungssystem seines Autos zu überprüfen und es in Schuss zu halten, kann lebenswichtig sein. Denn bei der richtigen Beleuchtung geht es nicht nur ums Sehen sondern auch ums Gesehen werden.

 

So überprüfen Autofahrer ihre Kfz-Beleuchtung selbst


Vor der nächsten Fahrt können Autofahrerinnen und Autofahrer die Beleuchtung ihres Autos ganz einfach selbst testen: „Wichtig ist es, dabei sämtliche Leuchten und Scheinwerfer zu überprüfen“, erklärt TÜV Rheinland-Fachmann Thorsten Rechtien. Das geht am einfachsten, wenn eine zweite Person bei der Kontrolle helfen kann. Alternativ heißt es: Beleuchtung einschalten und um das Fahrzeug herumgehen. Kniffliger ist es, Bremsleuchten allein zu testen, da hierfür das Bremspedal dauerhaft betätigt werden muss. Der Tipp von Fahrzeugexperte Thorsten Rechtien: „Um die Bremsbeleuchtung zu testen, kann man sich vor eine helle Wand oder zum Beispiel in die Tiefgarage stellen.“ Stellt sich bei der Überprüfung ein Defekt an der Beleuchtung heraus, empfiehlt Rechtien: „Den Wechsel von Xenonbrennern sollte man wegen der Hochvolttechnik besser einer Fachwerkstatt überlassen – ebenso den Austausch von LED-Leuchtmitteln.“
Eine funktionierende Beleuchtungsanlage in Herbst und Winter ist besonders wichtig für die Verkehrssicherheit. Auch tagsüber, bei schlechten Sichtverhältnissen durch Nebel, starken Regen oder Schneefall, sollten Autofahrer rechtzeitig das Abblendlicht einschalten. Hier gilt der Grundsatz: besser früher als zu spät. „Zwar besitzen heute viele moderne Autos eine Lichtautomatik, die in der Dämmerung die Beleuchtung von selbst einschaltet. Doch was viele nicht wissen: Bei Nebel oder diffusem Licht reagieren die Sensoren häufig zu spät“, so Rechtien.
Übrigens: Im Gegensatz zu den Nebelscheinwerfen in der Fahrzeugfront, die Autofahrer zusätzlich zum Abblendlicht bei unzureichender Sicht aktivieren dürfen, ist der Einsatz der Nebelschlussleuchte ausschließlich bei Nebel und Sichtweiten unter 50 Metern erlaubt. Besonders bei Nässe und Dunkelheit blenden die Schlussleuchten den nachfolgenden Verkehr ansonsten extrem. Zur Orientierung: Die Entfernung von 50 Metern entspricht auf der Autobahn dem Abstand zwischen zwei Begrenzungspfosten. Gleichzeitig sollte bei einer so schlechten Sicht die Höchstgeschwindigkeit von Tempo 50 nicht überschritten werden.

 

 

Textquelle: © Manuel Montefalcone, Redaktion Freie Werkstatt (mit Material von TÜV Rheinland)
Bildquellen: © Tarabiscuite, Pixabay (Header-Bild); PublicDomainPictures, Pixabay (Fließtext-Bild)