Halteverstöße: Schon ein kurzer Stopp kann teuer werden

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Ein kurzer Stopp vor der Bäckerei oder am Zeitungskiosk ist für viele Autofahrer eine liebgewonnene Routine. Nicht selten bleibt das Fahrzeug dabei kurz in der zweiten Reihe, im Parkverbot oder auf dem Schutzstreifen für Radler stehen. Doch das kann nun richtig teuer werden!

StVO-Novelle: nun drohen 100 statt 15 Euro

Vor vermeintlich „kleinen“ Halteverstößen warnen aktuell die Verkehrsexperten von DEKRA – zum einen mit Blick auf die Verkehrssicherheit, zum anderen auf den Geldbeutel und aufs Flensburger Punktekonto. Schon ein kurzer Halt kann teuer werden. Das gilt erst recht, nachdem die am 28. April 2020 in Kraft getretene Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) die Bußgelder auch für einige Halt- und Parkverstöße drastisch angehoben hat. Dabei gilt:

  • Wer länger als drei Minuten hält, der parkt
  • An gefährlichen Stellen ist Halten prinzipiell untersagt
  • Verlassen des Fahrzeugs gilt als Parken

Wer in der zweiten Reihe hält, für den können statt bisher 15 Euro jetzt bis zu 100 Euro Bußgeld und ein Punkt im Flensburger Fahreignungsregister fällig werden. Denn Halten in der zweiten Reihe ist in der Regel unzulässig. Für Ausnahmen braucht es triftige Gründe, wie zum Beispiel das Ausladen eines schweren Gegenstandes ohne nahe gelegene Parkmöglichkeit.
Auch auf Radwegen und Radfahrstreifen ist das Halten (oder Parken) für Kraftfahrzeuge grundsätzlich untersagt. Seit neuestem gilt ein generelles Halteverbot auch auf Schutzstreifen für den Radverkehr, die durch eine gestrichelte Linie von der Fahrbahn getrennt sind. Bei Verstößen geht es auch hier zur Sache: Es können bis zu 100 Euro Bußgeld fällig werden.

Textquelle: © Manuel Montefalcone, Redaktion Freie Werkstatt; mit Material von DEKRA
Bildquellen: © Hans, Pixabay (Header-Bild); myimmo, Pixabay (Fließtext-Bild)

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