Motorradfahren nur mit Autoführerschein – das ist jetzt möglich!

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Für zahlreiche Autofahrer geht neuerdings ein Wunsch in Erfüllung: Sie dürfen mit ihrem Pkw-Führerschein auch Motorrad fahren. Vorausgesetzt sie sind älter als 25 Jahre, besitzen ihre Fahrerlaubnis seit mindestens fünf Jahren und haben neun Unterrichtseinheiten absolviert, erlaubt ihnen der Gesetzgeber nun, Motorräder der Klasse A1 ohne zusätzliche Führerscheinprüfung zu steuern.

Umstieg auf Kraftrad wird für Autofahrer leichter

Ab diesem Jahr wird Autofahrern der Umstieg aufs Zweirad erleichtert – endlich werden sich viele freuen. Nun dürfen auch Leichtkrafträder oder Motorroller bis 125 Kubikzentimeter Hubraum und mit bis zu 15 PS Leistung ohne Zusatzprüfung mit dem Führerschein B196 gesteuert werden. Erforderlich dafür sind lediglich eine Fahrerschulung mit mindestens vier theoretischen und fünf praktischen Unterrichtseinheiten zu jeweils 90 Minuten sowie fünf Jahre Vorbesitz einer Fahrerlaubnis der Pkw-Klasse B und ein Mindestalter von 25 Jahren. Dann steht einem Start in die Zweirad-Saison nichts mehr im Weg.

Sicherheitsexperten warnen allerdings, diese neue Freiheit verantwortungsvoll zu genießen. Denn wer bislang nur Autofahren gewöhnt ist, muss sich beim Zweirad auf einige Unterschiede einstellen. Das gilt nicht zuletzt auch für die Bekleidung unterwegs. Denn auf Leichtkrafträdern oder den beliebten Motorrollern ist im Falle eines Sturzes die körperliche Unversehrtheit deutlich mehr gefährdet als im Auto. Dem sollten die neuen Zweirad-Piloten mit entsprechender Schutzkleidung Rechnung tragen.

Mit der Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung – wie es im Amtsdeutsch heißt – will das Bundesverkehrsministerium nach eigener Aussage den Zugang zum Roller erleichtern – und damit eine Alternative zum Auto insbesondere im innerstädtischen Verkehr fördern.

Textquelle: © Manuel Montefalcone, Redaktion Freie Werkstatt; mit Material von Goslar Institut
Bildquellen: © kira_arz, Pixabay (Header-Bild); patcharang_8, Pixabay (Fließtext-Bild)

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