Sportlicher CNG-Hybrid verbraucht nur 2,84 kg/100 km

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Das Mittelklasselimousine-Konzept Metamax verfügt über einen monovalenten Gas-Hybridantrieb mit 920 km Reichweite und einem Verbrauch von lediglich 2,84 kg/100 km. Quelle: IAV

Ingenieure des deutschen Unternehmens IAV haben das innovative CNG-Hybrid-Konzept Metamax vorgestellt, das in 6,9 Sekunden auf 100 km/h sprintet, dennoch 920 km Reichweite bietet und vor allem mit lediglich 2,84 kg CNG oder Biogas auf 100 km auskommt.

Zusammen mit seinen Ingenieurskollegen entwickelte Emanuel Binder ein Antriebsstrangkonzept aus einem seriellen/parallelen Hybriden und einem reinen Gas-Antrieb, der kompromisslos Richtung perfekte CH4-Verbrennung und somit einem hohen Wirkungsgrad von 45 Prozent optimiert wurde. Das Metamax genannte Konzept verzichtet zudem ganz auf Benzinkomponenten. Beim CNG-Hybriden der IAV-Ingenieure arbeiten ein Zwei-Liter-Motor mit 115 kW/156 PS, zwei E-Motoren mit je 40 kW/54 PS und eine kleine 2,5-kWh-Speicherbatterie perfekt zusammen.

Nun bleibt zu hoffen, dass das visionäre Konzept von einem Autohersteller aufgenommen und in die Serienreife überführt wird.

«Wir wollten die CO2-Neutralität schnell und durch die Nutzung der bestehenden Infrastrukturen erreichen. Daher haben wir uns bei der Entwicklung für einen Gas-Hybridantrieb für den Langstreckeneinsatz bei Personenwagen entschieden», erläutert Emanuel Binder vom deutschen Ingenieursunternehmen IAV. «Die Gas- und Tankstelleninfrastruktur ist bereits vorhanden und muss beispielsweise anders als beim Wasserstoff nicht noch erst aufgebaut werden.» Der IAV-Ingenieur ergänzt: «Für uns ist der Metamax mit seinem Gas-Hybridantrieb keine Brückentechnologie und wir wollen ihn auch nicht als Ersatz für einen Elektroantrieb sehen, sondern als Ergänzung – insbesondere auf langen Strecken. Wir haben mit dem Konzept aufgezeigt, dass es nicht allein auf die CO2-Emissionen ankommt, sondern auch auf einen niedrigen Energiebedarf.» Emanuel Binder erläutert: «Für uns ist der Metamax eine Langzeitlösung, denn es wird immer Methan geben, das aus organischen Abfällen gewonnen werden kann.»

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